10.09.2009

CATVids - Review

Heute schreiben wir einen Artikel über eine extrem komplexe Filmverwaltungssoftware. Die Rede ist von CATVids. CATVids kann LaserDiscs, CDs, DVDs, BluRay-Discs, durch den Nutzer erstellte Videos und sogar Videokassetten verwalten. Dass das Werkzeug eine Verleihfunktion enthält muss nicht extra erwähnt werden. 

Die Software wird kommerziell für $ 39.95 durch die Firma FNProgramvare vertrieben. CATVids  kann in einer vollfunktionsfähigen Testversion mit einer 25 Film/Serien-Titelbeschränkung ausprobiert werden. Das Programm kann mit Windows XP, 2000, Vista und Windows 7 genutzt werden, steht aber leider nur in englischer Sprache zur Verfügung. 

Der Test für den Blog-Artikel erfolgte mit der Version 8.15.02. 

CATVids - Filmverwaltungssoftware mit der Beispieldatenbank

Ansichten 
Die Hauptansicht des Programms bietet sechs verschiedene Perspektiven auf die Filmdatenbank. Gestartet wird immer in der Videoansicht, in der eigentlich Filmboxen gesucht und gefunden werden können. Jede Box besteht aus einem oder mehreren Medien, auf denen Inhalte gespeichert sind. Eine Übersicht über alle Videoinhalte der Datenbank bietet der "Contents View". 

Neben diesen beiden wichtigsten Ansichten gibt es noch:
  • "Explorer View" - Durchstöbern der Datenbank
  • "Loan View" - Übersicht über alle Freunde denen man Filme geliehen hat
  • "Lookup View" - Bietet Einblick in diverse Listen (Personen, Medienformate etc.)
  • "Want List View" - Alle Filme die als gewünscht markiert wurden
Darüber hinaus gibt es eine ganze Palette von "Additional Views" und es lassen sich auch eigene Ansichten definieren.

Layout 
Beim ersten Start von CATVids wird gleich die Hilfe geöffnet. Es empfiehlt sich auch unbedingt diese genauer zu studieren, um das Programm schnell zu meistern.

Das Layout des Hauptfensters besteht aus dem Hauptmenü, diversen Werkzeugleisten, der Ansichtauswahl und dem Inhalt der gerade ausgewählten Ansicht. 

Mit dem "Explorer View" kann man sich komfortabel durch die ganze Datenbank wühlen. Begonnen wird mit  einer Startansicht der Datenbank. Neben einer Übersicht findet man hier auch diverse Suchfunktionen. Per Suche oder Klick auf eine der Optionen kann man sich über Ergebnislisten über die Boxen zu den Inhalten vorarbeiten.

CATVids auf der Startseite der Explorer Ansicht

Der Inhalt der anderen Ansichten ist ähnlich aufgebaut. Im oberen Bereich der anderen Ansichten gibt es immer vier Dropdown-Boxen. Mit der ersten wird das Layout der Ansicht bestimmt, in der zweiten die Sortierung und mit der dritten können Filter für die Ansicht aktiviert werden. Mit der vierten Dropdown-Box, wird bestimmt über welche Attribute der Kategorisierungsbaum darunter aufgebaut wird. 

Einstellungsmöglichkeiten der Ansichten

Die gefundenen Elemente der Ansicht werden in einer Tabelle aufgelistet. Das dort ausgewählte Element wird in einer übersichtlichen Form in dem letzten Element präsentiert. 

Für alle Dateneingaben werden zumeist frei anpassbare Dialoge geöffnet, die sich auch durchaus übereinander Stapeln können.

Datenbank 
CATVids setzt auf eine Microsoft Access Datenbank auf. Es stehen für nahezu alle Filminformationen passende Datenfelder und Tabellen bereit. Zudem gibt es etliche Platzhalter zur Anpassung für zusätzliche Daten. Wer von den umfangreichen Tabellen und Datenfeldern der Software erschlagen ist hat die Möglichkeit jedes Datenfeld an-/auszuschalten. So lassen sich die Filmeigenschaften auf ein Minimum reduzieren; mehr Übersicht in den Dialogen. 

Datenbank Setup - Beispielsweise zum ein- bzw. ausblenden von Feldern

Eingangs wurde bereits erwähnt, dass die Software Serien und Filme unterstützt. Im Gegensatz zu anderen Werkzeugen wie z.B. "All My Movies" haben die CATVids-Entwickler ein hierarchisches Datenmodell geschaffen, mit dem einzelne "Discs" in "Boxen" untergebracht werden können. In jeder "Disc" lassen sich wiederum "Segmente" abspeichern. Wird z.B. eine TV-Serienstaffel als DVD bezogen entsteht eine Box mit Titel der Serie und eine Sub-Disc mit entsprechenden Sub-Segmenten der einzelnen Episoden. 

Hierarchie der Inhalte am Beispiel der "Alienbox" (4 CDs mit je einem Filmsegment)

Segmente tragen ebenfalls Informationen, wie z.B. einen Gesehenzustand, eine Bewertung und Spielzeitinformationen auf dem Medium. So kann z.B. für Videokassetten die Zeitspanne eines Segments abgespeichert werden. 

Jeder eifrige Filmsammler kann einem Datenverlust vorbeugen in dem er die Backup-Funktion von CATVids nutzt. Außerdem lässt sich eine Datenbank durch ein Passwort vor Anderen schützen. 

Eine weitere nützliche Funktion ist der Transfer einer CATVids-Datenbank in einer andere. Dadurch können Titel aus einer externen Datenbank in eine Weitere importiert werden. Dabei können alle oder eine durch den Nutzer gewählte Titeluntermenge transferiert werden. 

Transfer-Dialog für den Datemabgleich zwischen verschiedenen Datenbanken

Film anlegen
Neue Titel können in CATVids auf zwei verschiedene Arten angelegt werden. Zum einen komplett manuell und zum anderen via Internet-Aktualisierung. Für die Internet-Aktualisierung beziehen die CATVids-Entwickler die Titeldaten von der IMDb und Amazon. Die IMDb wird für allgemeine Inhaltsdaten eines Titels herangezogen und Amazon für konkrete Formatdaten eines Mediums. Im Gegensatz zum "eXtreme Movie Manager" ist die Software ist nicht in der Lage Formatdaten aus einer vorhandenen Filmdatei zu extrahieren. 

Für das Anlegen eines Titels mit Internet-Aktualisierung öffnet sich ein Dialog, in dem der Filmtitel oder die UPC (engl. Universal Product Code) des Mediums eingegeben werden kann. Zudem kann eine sich Laufwerk befindliche DVD automatisch nach einem Titel gescannt werden. 

Nachdem Titel oder UPC eingeben wurde kann die Online-Aktualisierung starten. Im selben Dialog werden im oberen Bereich Ergebnisse für Video- und im untere Bereich Ergebnisse für Titel-Informationen bereit gestellt. In beiden Listen muss der Nutzer die korrekte Wahl treffen. Wurde per UPC gesucht, werden eindeutige Ergebnisse geliefert. Danach startet der Datenimport, der den Film anlegt und in der Datenbank speichert. 

Dialog zur Titelsuche im Internet mit den Ergebnissen für "Der Termiantor"

Das manuelle Anlegen eines Titels beginnt mit einem leeren Filmeigenschaften-Dialog. An dieser Stelle waren die Entwickler konsequent, denn der Filmsammler muss alle Filmeigenschaften manuell eingeben. Es steht keinerlei Internet-Aktualisierung zur Verfügung. Im Absatz Datenbank wurde bereits erwähnt, dass CATVids Filme/Serien hierarchisch verwaltet. Dementsprechend muss der Nutzer nicht nur den Titel anlegen, sondern auch die einzelnen "Discs" und "Segmente". "Segmente" wiederum, einmal angelegt, lassen sich mit dem Internet aktualisieren. 

Leerer Filmdialog mit begonenner Titeleingabe eines Films

Reports 
Mit der Report Funktion von CATVids lassen sich sehr schnell Übersichten und Cover für die CD/DVD-Sammlung erstellen. Zusätzlich zu der umfangreichen Auswahl an mitgelieferten Report-Vorlagen können eigene Schablonen mit dem integrierten Report Designer erstellt werden. Das erstellte Dokument kann als Vorschau auf dem Bildschirm betrachtet werden, ausgedruckt oder in diverse Dateiformate, wie PDF, Excel, HTML, Bilder, Rich Text oder Plain Text exportiert werden. 

Report Designer mit einem Template für alle Filmdetails

Jeder Report wird aus einer der verschiedenen Ansichten generiert. Die Daten können per Filter, Sortierung und Gruppierung weiter angepasst werden. Je nach Ansicht stehen im Report Designer verschiedene, frei gestaltbare Reportelemente zur Verfügung. 

Voransicht mit der oben gezeigten Design-Vorlage

Zusatzkomponenten 
CATVids besitzt eine Architektur für Zusatzkomponenten, mit denen die Software um fehlende Funktionen erweitert werden kann. Z.B. gibt es die Zusatzkomponente CATVids-Importer. Mit dem CATVids-Importer können bereits vorhandene Filmsammlungen aus den Programmen: DVD Profiler v2.4 und v3, eXtreme Movie Manager v5, Movie Collector v5 und Movie Library v1.4 importiert werden.

Fazit 
CATVids ist die Erste von uns getestete Software, die Serien exakt so behandelt wie Filme. Dadurch wird es möglich eine einzelne Episode einer Serienstaffel zu bewerten oder als gesehen zu markieren. Die Software ist flexibel genug, um damit auch fast ganze Videotheken oder Bibliotheken betreiben zu können. Die große Flexibilität stellt für den Heimanweder jedoch eine große Hürde dar. Trotz umfangreicher Dokumentation ist der Nutzer von den schier unendlichen Anpassungsmöglichkeiten der Software erschlagen. 

Für Datenfetischisten ist CATVids das richtige Kaliber, für den Gelegenheitsverwalter ist CATVids unserer Meinung nach eine Nummer zu groß. Das Anschauen der Filme ist in CATVids eher nebensächlich.
Delicious Mister Wong

1 Kommentar:

Claris hat gesagt…

Movie Label 2010 and Ant Movie are also good softwares:
http://www.codeaero.com/movie-label/
http://www.antp.be/software/moviecatalog

I prefer Movie Label 2010 due to the Office interface.

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